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Neue Liebe – Neues Leben – Neue Lyrik

Конспект урока

Педагогика и дидактика

Lehrer Herzlich Willkommen in unserer Aula. Heute ist ein schöner Tag, besonders für die Mädchen und Frauen. Alle Jungen und Männer machen Komplimente den Frauen über das schicke Aussehen und sie sind gut gelaunt. Ohne Liebe kann man sich unser Leben nicht vorstellen.

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2014-09-18

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Neue Liebe – Neues Leben – Neue Lyrik

Lehrer Herzlich Willkommen in unserer Aula. Heute ist ein schöner Tag, besonders für die Mädchen und Frauen. Alle Jungen und Männer machen Komplimente den Frauen  über das schicke Aussehen und sie sind gut gelaunt. Ohne Liebe kann man sich unser  Leben nicht vorstellen.

Sch.1 Schon seit vielen Jahren steht die Fragen der Liebe. Existiert die Liebe oder dieses Gefühl wurde für die naiven Mädchen ausgedacht? Was die Liebe ist, das hat noch niemand herausgebracht.

Sch.2 Einige Naturphilosophen haben behauptet, es sei eine Art Elektrizität. Das ist möglich; denn im Momente des Verliebens ist uns zu Mute, als habe ein elektrischer Strahl aus dem Auge der Geliebten plötzlich in unser Herz eingeschlagen.

Sch.3 Aber trotz allen diesen Umfragen, Ergebnissen und Wörter will jeder eine große, schöne, echte und ewige Liebe haben. Das liegt schon in unseren Genen, darum ist das romantische Liebesideal sehr wichtig.

Wettbewerb 1

Lehrer Was bedeutet „Liebe“? Dieses Wort ist die Mitte der bunten Blumen. Jede Gruppe nimmt je 6 Blütenblättern, liest eine Aussage, setzt das passende Wort ein und bildet die Blume. Wer der schnellste wird, der gewinnt. Vorsage gibt es in der Mitte jeder Blume. Ein Teilnehmer erklärt eine Aussage.

Wo keine …, ist keine Liebe.

Die Liebe ist die …, in weicher das Eis des Herzens schmilzt.

Liebe ist keine Solo. Es ist ein ….

Ohne Liebe ist der Mensch ohne … und ohne Liebe- was ist der Mensch?

Was ist es, spricht, was bei den Menschen „Liebe“ heißt? O, Kind, das … und Bitterste zugleich.

Liebe bleibt die Goldene Leiter, darauf das Herz zum … steigt.

(Die Wärme, der Gott, das Duett, die Eifersucht, der Himmel, das Süßeste…)

Sch.1 Der Mensch bekommt immer nur das, was er verdient hat. Nicht der Gott ist der Schöpfer, obwohl seine Rolle sehr groß ist. Der Mensch schafft sein Leben, sein Glück und natürlich sein Leben.

Sch.2  

„Vom Vater hab ich die Statur,

des Lebens ernstes Führen,

vom Mütterchen die Frohnatur

und Lust zu fabulieren“

Wettbewerb 2

Lehrer Die Schüler stellen den Lebenslauf von J.W. Goethe vor. Jede Mannschaft hört aufmerksam zu und bildet ihn tabellarisch!

 Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 im heutigen    Goethe-Haus am Frankfurt a. Main geboren. Der Vater Johann Caspar Goethe (1710–1782) war  Jurist, übte diesen Beruf  jedoch nicht aus, sondern lebte von den Erträgen seines Vermögens.Er unterrichtete  den aufgeweckten Knaben in der Hauptsache selbst, was später zu Konflikten in der Familie führte.

Goethes Mutter, Catharina Elisabeth Goethe, (1731–1808), entstammte einer wohlhabenden und angesehenen Frankfurter Familie; ihr Vater war als der ranghöchste Justizbeamte der Stadt.

Auf Weisung des Vaters begann Goethe im Herbst 1765 ein Jurastudium in Leipzig. Im Gegensatz zum „altfränkischen“ Frankfurt war Leipzig eine mondäne, weltoffene Stadt. Goethe musste sich zunächst in Kleidung und Umgangsformen dem eleganten Lebensstil anpassen, um von seinen neuen Mitbürgern und -bürgerinnen akzeptiert zu werden.

Goethes literarische Produktion umfasst Gedichte, Dramen, erzählende Werke (in Vers und Prosa), autobiografische, ästhetische, Kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Auch sein umfangreicher Briefwechsel ist von großer literarischer Bedeutung. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman «Die Leiden des jungen Werthers» machte ihn 1774 in ganz Europa berühmt. Später wandte er sich inhaltlich und formal den Idealen der Antike zu und wurde ab den 1790er Jahren, gemeinsam mit Friedrich Schiller und im Austausch mit diesem, zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Im Alter galt Goethe auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland.

Lebenslauf

Angaben zur Person:

Name:

Geburtsdatum:

Geburtsort:

Eltern:

Studium:

Beruf:

Sch.3 Kurz nach seiner Rückkehr aus Italien 1788 lernte Goethe die damals 24-jährige Christian Vulpius kennen. Sie war eine einfache Blumenmacherin und Goethe begegnete ihr auf dem Markt. Er schloss mit ihr den Bund fürs Leben,  aber erst 1806 heiratete er Christian. Die beiden folgenden abgedruckten Gedichtfassungen sind Christiane gewidmet.

Sch.4 Nicht alle können ihre Hälfte finden, die wahrscheinlich am Ende der Welt ist. Was hat J.W. Goethe gefunden, erfahrt ihr, wenn unsere Paare Strophe reimen und ihre Variante ausdrucksvoll vorlesen!

Wie ein Vers dem anderen folgt

Gefunden

Nach Johann Wolfgang von Goethe

Im Vorüber

Ich ging im Felde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen,

Das war mein Sinn.

Da stand ein Blümchen

Sogleich so nah,

Dass ich im Leben

Nichts leider sah.

Ich wollt´ es brechen,

Da sagt´ es schleunig

„Ich habe Wurzeln,

Die sind gar heimlich.

Im tiefen Boden

Bin ich gegründet,

Drum sind die Blüten

So schön geründet.

Ich kann nicht liebeln,

Ich kann nichts schranzen

Musst mich nicht brechen,

Musst mich verpflanzen.“

Ich ging im Walde

So vor mich hin,

Ich war so heiter,

Wollt´ immer weiter-

Das war mein Sinn  

Gefunden

Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen

Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich

Ein Blümchen stehn.

Wie Sterne leuchtend

Wie Äuglein schön.

Ich wollt´ es brechen

Da sagt es fein

„Soll ich zum Welken

Gebrochen sein!?“

Ich grub´s mit allen

Den Würzelein aus,

Zum Garten trug ich

Am  hübschen Haus.

Und pflanzt´ es wieder

Am stillen Ort

Nun zweigt es immer

Und blüht so fort.

Wettbewerb 3

Lehrer Dem Thema „Liebe“  hat der große Dichter viele Gedichte gewidmet. Eines schlage ich euch vor. Aber hier fehlen die Präpositionen.

Ordnet sie zu!

Woher sind wir geboren?

… Liebe

Wie waren wir verloren?

… Liebe

Was hilft uns überwinden?

… Liebe

Wie kann man auch Liebe finden?

… Liebe

Was lässt nicht weinen?

… Liebe

Was soll uns stets vereinen?

… Liebe

(Aus, ohne, die, durch ,die ,die)

Sch.3 Die Menschen sind Engel, aber nur mit einem Flügel, und sie können nur dann fliegen, wenn sie zusammen sind.

Lehrer Wir geben das Wort unserer Jury, die in unseren Wettbewerben die Leistungen der Teilnehmer beurteilt.

Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit und Aktivität.Ich gratuliere allen zum 8. März und wünsche echte Liebe.

Zusatzstoff

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. Mrz 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte auЯerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Дmter.

Goethes literarische Produktion umfasst Gedichte, Dramen, erzhlende Werke (in Vers und Prosa), autobiografische, дsthetische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Auch sein umfangreicher Briefwechsel ist von groЯer literarischer Bedeutung. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman Die Leiden des jungen Werthers machte ihn 1774 in ganz Europa berьhmt. Spдter wandte er sich inhaltlich und formal den Idealen der Antike zu und wurde ab den 1790er Jahren, gemeinsam mit Friedrich Schiller und im Austausch mit diesem, zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik.

Im Alter galt Goethe auch im Ausland als Reprдsentant des geistigen Deutschland.

Wдhrend die Wertschдtzung Goethes nach seinem Tode zunдchst abnahm, wurde er im Deutschen Kaiserreich ab 1871 „zum Kronzeugen der nationalen Identitдt der Deutschen“  und als solcher fьr den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte nun eine Verehrung nicht nur des Werks, sondern auch der Persцnlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensfьhrung als vorbildlich empfunden wurde. Bis heute gilt Goethe als bedeutendster deutscher Dichter, sein Werk wird zu den Hцhepunkten der Weltliteratur gezдhlt.

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Leben

Johann Caspar Goethe, Aquarellminiatur von Georg Friedrich Schmoll, 1775

Catharina Elisabeth Goethe, Portrдt von Georg Oswald May, 1776

Herkunft und Jugend

Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 im heutigen Goethe-Haus am Frankfurter Groen Hirschgraben geboren. Der Vater Johann Caspar Goethe (1710–1782) war Jurist, ьbte diesen Beruf jedoch nicht aus, sondern lebte von den Ertrдgen seines Vermцgens, das spдter auch dem Sohn ein Leben ohne finanzielle Zwдnge ermцglichen sollte. Er war vielseitig interessiert und gebildet, jedoch auch streng und pedantisch, was wiederholt zu Konflikten in der Familie fьhrte.

Goethes Mutter, Catharina Elisabeth Goethe, geb. Textor (1731–1808), entstammte einer wohlhabenden und angesehenen Frankfurter Familie; ihr Vater war als Stadtschulthei der ranghцchste Justizbeamte der Stadt. Die lebenslustige und kontaktfreudige Frau hatte mit 17 Jahren den damals 38-jдhrigen Rat Goethe geheiratet. Nach Johann Wolfgang wurden noch vier weitere Kinder geboren, von denen jedoch nur die wenig jьngere Schwester Cornelia das Kindesalter ьberlebte. Mit ihr stand der Bruder in einem engen Vertrauensverhдltnis.

Die Geschwister erhielten eine aufwдndige Ausbildung. Von 1756 bis 1758 besuchte Johann Wolfgang eine цffentliche Schule. Danach wurde er gemeinsam mit der Schwester vom Vater sowie durch Hauslehrer unterrichtet. Auf dem Stundenplan standen u. a. Franzцsisch, Englisch, Italienisch, Latein, Griechisch, naturwissenschaftliche Fдcher, Religion und Zeichnen. AuЯerdem lernte er Cello spielen, Reiten, Fechten und Tanzen.

Schon frьh kam der Junge in Kontakt mit Literatur. Das begann mit den Gute-Nacht-Geschichten der Mutter und der Bibellektьre in der frommen, lutherisch-protestantischen Familie. Zu Weihnachten 1753 bekam er von der GroЯmutter ein Puppentheater geschenkt. Das fьr diese Bьhne vorgesehene Theaterstьck lernte er auswendig und fьhrte er immer wieder mit Begeisterung gemeinsam mit Freunden auf. Erste Ansдtze seiner literarischen Phantasie bewies der kleine Goethe auch mit seinem (nach eigener Aussage) anmaЯenden Talent, wunderliche Mдrchen zu erfinden und seinen staunenden Freunden in der Ich-Form zur spannenden Unterhaltung aufzutischen. Gelesen wurde viel im Hause Goethe; der Vater besaЯ eine Bibliothek von rund 2000 Bдnden. So lernte Goethe schon als Kind unter anderem das Volksbuch vom Dr. Faust kennen. Im Zuge des Siebenjhrigen Krieges war von 1759 bis 1761 ein franzцsischer Offizier im Elternhaus einquartiert. Ihm und der mitgereisten Schauspieltruppe verdankte Goethe seine erste Begegnung mit der franzцsischen Dramenliteratur.

Studium und erstes dichterisches Schaffen

Leipzig

Auf Weisung des Vaters begann Goethe im Herbst 1765 ein Jurastudium in Leipzig. Im Gegensatz zum „altfrдnkischen“ Frankfurt war Leipzig eine mondдne, weltoffene Stadt. Goethe musste sich zunдchst in Kleidung und Umgangsformen dem eleganten Lebensstil anpassen, um von seinen neuen Mitbьrgern und -bьrgerinnen akzeptiert zu werden.

Das Pflichtstudium begann er schon bald zu vernachlдssigen. Er gab dem Besuch der Poetikvorlesungen von Christian Frchtegott Gellert den Vorzug, der jedoch von den poetischen Versuchen seines Schьlers wenig hielt. Der Maler Adam Friedrich Oeser, bei dem Goethe den Frankfurter Zeichenunterricht fortsetzte, machte ihn mit dem an der Antike orientierten Kunstideal seines Schьlers Johann Joachim Winckelmann bekannt. Oeser fцrderte zudem Goethes Kunstverstдndnis und kьnstlerisches Urteilsvermцgen. Bei einem Kupferstecher erlernte Goethe die Techniken des Holzschnitts und der Radierung.

Fern dem Elternhaus genoss der 16- und 17-Jдhrige grцЯere Freiheiten: Er besuchte Theaterauffьhrungen oder verbrachte die Abende mit Freunden, beispielsweise in Auerbachs Keller. In die Leipziger Zeit fiel Goethes erste Verliebtheit. Die Romanze mit der Handwerkertochter Kthchen Schnkopf wurde nach zwei Jahren im gegenseitigen Einvernehmen wieder gelцst.

Die Gefьhlsaufwallungen dieser Jahre beeinflussten Goethes Schreibstil; hatte er zuvor schon Gedichte im regelgerechten Stil des Rokoko verfasst, so wurde ihr Tonfall nun freier und stьrmischer. Eine Sammlung von 19 Gedichten, abgeschrieben und illustriert von seinem Freund Ernst Wolfgang Behrisch, ergab das Buch Annette. Eine weitere kleine Gedichtsammlung wurde 1769 unter dem Titel Neue Lieder als erstes von Goethes Werken gedruckt.

Im Juli 1768 erlitt Goethe einen „Blutsturz“ (wahrscheinlich Tuberkulose). Wieder halbwegs reisefдhig, kehrte er im August ins Elternhaus zurьck.

Frankfurt und StraЯburg

Die lebensbedrohliche Erkrankung erforderte eine lange Rekonvaleszenz und machte ihn empfдnglich fьr die Vorstellungen des Pietismus, die eine Freundin der Mutter, die Herrnhuterin Susanne von Klettenberg, ihm nahebrachte. Er beschдftigte sich auЯerdem mit mystischen und alchemistischen Schriften, eine Lektьre, auf die er spдter im Faust zurьckgreifen sollte. Unabhдngig davon verfasste er in dieser Zeit sein erstes Lustspiel Die Mitschuldigen.

Im April 1770 setzte Goethe sein Studium in Straburg fort. Diesmal widmete er sich zielstrebiger den juristischen Studien, fand aber auch Zeit, eine ganze Reihe persцnlicher Bekanntschaften anzuknьpfen. Die wichtigste davon war die mit dem Theologen, Kunst- und Literaturtheoretiker Johann Gottfried Herder. Der Дltere цffnete ihm die Augen fьr die ursprьngliche Sprachgewalt von Autoren wie Homer, Shakespeare und Ossian sowie der Volkspoesie und gab so entscheidende Impulse fьr Goethes dichterische Entwicklung. Spдter sollte er auf Goethes Fьrsprache hin in weimarische Dienste berufen werden.

Auf einem Ausritt in die Umgebung lernte er in Sessenheim die Pfarrerstochter Friederike Brion kennen und lieben. Bei seiner Abreise aus StraЯburg beendete der bindungsscheue junge Goethe die Beziehung; die an Friederike gerichteten Gedichte, die spдter als Sesenheimer Lieder bekannt wurden (u. a. Willkommen und Abschied, Mailied, Heidenrslein) waren in ihrer Ausdruckskraft „der revolutionдre Beginn einer neuen lyrischen Epoche. “

Im Sommer 1771 reichte Goethe seine juristische Dissertation De legislatoribus ein, die allerdings wegen einiger darin enthaltener gegen die Kirche gerichteter „Ketzereien“ nicht angenommen wurde und heute nicht mehr erhalten ist. Die Universitдt bot ihm jedoch die Mцglichkeit, das Lizenziat zu erwerben. Grundlage der Disputation am 6. August 1771, die er „cum applausu“ bestand, waren 56 Thesen in lateinischer Sprache unter dem Titel Positiones Juris. In der vorletzten These spricht er die Streitfrage an, ob eine Kindsmrderin der Todesstrafe zu unterwerfen sei. Das Thema griff er in kьnstlerischer Form wieder in der Gretchentragdie auf.

Im Mai 1772 – also zwischen den beiden Niederschriften des Gцtz – schrieb Goethe sich, wiederum auf Drдngen des Vaters, als Praktikant beim Reichskammergericht in Wetzlar ein. Sein dortiger Kollege Johann Christian Kestner beschrieb den damaligen Goethe: „Er besitzt, was man Genie nennt, und eine ganz auЯerordentliche Einbildungskraft. Er ist in seinen Affekten heftig. Er hat eine edle Denkungsart. Er ist ein Mensch von Charakter. Er ist bizarre und hat in seinem Betragen, seinem ДuЯerlichen verschiedenes, das ihn unangenehm machen kцnnte. Aber bei Kindern, bei Frauenzimmern und vielen andern ist er doch wohl angeschrieben. Er tut, was ihm gefдllt, ohne sich darum zu kьmmern, ob es anderen gefдllt, ob es Mode ist, ob es die Lebensart erlaubt. Aller Zwang ist ihm verhaЯt “

Zeit der Weimarer Klassik

Beziehung zu Christiane Vulpius

Christiane Vulpius, Zeichnung von Johann Wolfgang von Goethe

Wenige Wochen nach seiner Rьckkehr machte Goethe die 23-jдhrige Christiane Vulpius zu seiner Geliebten und bald darauf auch Lebensgefдhrtin. Im Dezember 1789 wurde der Sohn August geboren; vier darauffolgende Kinder sollten jeweils nur einige Tage leben. Noch im Spдtsommer 1790 machte Goethe auf seiner Reise nach Schlesien der 21jдhrigen Henriette von Lttwitz einen Heiratsantrag. Der wenig gebildeten, aus einfachen Verhдltnissen stammenden Christiane blieb der Zugang zur Weimarer Gesellschaft, in der Goethe sich bewegte, verschlossen. Sie galt dort als ordinдr und vergnьgungssьchtig, erschwerend kam die Illegitimitдt des unstandesgemдЯen Verhдltnisses hinzu. Goethe schдtzte ihr natьrliches, frцhliches Wesen. Er hielt an der Verbindung mit seinem „kleinen Eroticon“ bis an Christianes Lebensende 1816 fest, erleichterte ihre gesellschaftliche Stellung aber erst 1806 durch eine Heirat.

Der spдte Goethe

Johann Wolfgang von Goethe, Цlgemдlde von Gerhard von Kgelgen, 1808/1809 (das reprдsentative Gemдlde zeigt den Dichter mit dem russischen St. Annen-Orden und dem roten Band der Ehrenlegion)

Goethe 1811 (Pastellzeichnung von Louise Seidler)

Den Tod Schillers im Jahr 1805 empfand Goethe als einschneidenden Verlust. In dieser Zeit setzten ihm zudem verschiedene eigene Krankheiten (Gesichtsrose, Nierenkoliken) zu. Ein tiefer Einschnitt in Goethes Leben war neben dem Verlust des Weggefдhrten der sich abzeichnende Krieg mit Napoleon Bonaparte. Im Geiste sah Goethe sich mit seinem Herzog bereits bettelnd und asylsuchend durch Deutschland ziehen (seine Neigung zu Pessimismus nannte er seine „schwarze Seite“).

Die feste EheschlieЯung mit Christiane hinderte Goethe allerdings nicht, bereits 1807 eine tiefe Neigung fьr Minna Herzlieb, die 18-jдhrige Pflegetochter des Buchhдndlers Frommann in Jena, zu entwickeln. Nachklang der inneren Erlebnisse dieser Zeit ist sein letzter Roman Die Wahlverwandtschaften (1809). Charakteristisch fьr Goethe ist, wie er in diesem Werk Poesie und Naturforschung verknьpft: in der zeitgenцssischen Chemie gebrauchte man den Begriff der „Wahlverwandtschaft“ der Elemente. Goethe wдre gern das allumfassende Universalgenie gewesen, musste aber vor der „millionenfachen Hydra der Empirie“ die Segel streichen. Die Fьlle des Stoffs war nicht mehr zu erfassen. Immerhin bereitete er ab 1806 eine neue Gesamtausgabe seiner Werke (bei Cotta in Stuttgart) vor; hierfьr schloss er auch endlich den ersten Teil des  Faust ab.

1809 begann Goethe eine Autobiographie zu verfassen. Ein Jahr spдter verцffentlichte er die sehr aufwendig ausgestattete Farbenlehre. Er forschte in den Literaturen des Auslands und aller Zeitalter. Als die Menschen sich gegen die franzцsische Fremdherrschaft erhoben, flьchtete Goethe geistig in den Nahen Orient: Er begann das Studium des Arabischen und Persischen, las im Koran und Verse des persischen Dichters Hafis. Als Bettina Brentano in Weimar auftauchte, half sie mit dem von seiner Mutter erhaltenen Wissen ьber Goethes Jugend beim Fortgang der Lebensbeschreibung Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Diese Darstellung versah Goethe spдter mit zahlreichen Nachtrдgen, unter anderem in den Annalen und in der Italienischen Reise von 1786 bis 1788. Als Sekretдr wurde ihm Friedrich Riemer (seit 1805 Erzieher seines Sohnes) bald unentbehrlich; mit Carl Friedrich Zelter, dessen Musik seinen Ohren angenehmer klang als das „Getцse“ Beethovens, begann er einen ьber 30 Jahre anhaltenden und ausgedehnten Briefwechsel (1799–1832), da er sich von ihm nicht nur in Fragen der Musik aufs freundschaftlichste verstanden fьhlte.


 

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