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Bertolt Brecht

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Oktober 1917 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München für das Studium der Medizin und der Naturwissenschaften begann jedoch nicht ernsthaft damit denn das wahre Interesse des jungen Mannes der schon als sechzehnjähriger Gymnasiast mehrere Texte in den Augsburger Neuesten Nachrichten veröffentlicht hatte galt dem Schreiben.

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2015-09-14

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      Bertolt Brecht gilt als einflussreichster deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden auf der ganzen Welt aufgeführt. Brecht hat das epische Theater bzw. „dialektische Theater“ begründet und umgesetzt.

       Bertolt Brecht (auch: Bert Brecht; eigentlich: Eugen Berthold Friedrich Brecht) wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg als ältester von zwei Söhnen des späteren Fabrikdirektors Berthold Brecht (1869 – 1939) und dessen Frau Sophie (1871 – 1920) geboren.
    Über seine Schulzeit schreibt Bertolt Brecht später: »Die Volksschule langweilte mich 4 Jahre. Während meines 9-jährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern. Mein Sinn für Muße und Unabhängigkeit wurde von ihnen unermüdlich hervorgehoben.« Nach dem Notabitur im
 Ersten Weltkrieg immatrikulierte sich Bertolt Brecht zwar am 2. Oktober 1917 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München für das Studium der Medizin und der Naturwissenschaften – begann jedoch nicht ernsthaft damit, denn das wahre Interesse des jungen Mannes, der schon als sechzehnjähriger Gymnasiast mehrere Texte in den »Augsburger Neuesten Nachrichten« veröffentlicht hatte, galt dem Schreiben. Am 1. Oktober 1918 – wenige Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkriegs – musste er noch zum Militär und wurde als Sanitätssoldat in einem Seuchenlazarett in Augsburg eingesetzt. Das Leid, das er dort sah, machte den Zwanzigjährigen zum bewussten Pazifisten.
      Seine Geliebte Paula Banholzer kam am 30. Juli 1919 mit einem Sohn nieder (Frank). Nach seiner Trennung von ihr heiratete Bertolt Brecht am 3. November 1922 die fünf Jahre ältere österreichische Opernsängerin Marianne Zoff (1893 – 1984), die vier Monate später, am 12. März 1923, von einer Tochter entbunden wurde (Hanne Marianne). Bald nach der Geburt seines zweiten Kindes lernte Bertolt Brecht in Berlin die Schauspielerin Helene Weigel (1900 – 1971) kennen, die am 3. November 1924 ihren gemeinsamen Sohn zur Welt brachte (Stefan).
Das Theaterstück
 »Baal«, das Bertolt Brecht im Alter von zwanzig Jahren geschrieben hatte, wurde am 8. Dezember 1923 in Leipzig uraufgeführt. Gleich darauf verbot der Oberbürgermeister das anarchische, expressionistische Stück, das von einem vermeintlichen Dichter- und Musikergenie handelt, einem jungen Mann, der sich und seine engsten Freunde zerstört, weil er sich in seinem egomanisch-narzisstischen Wahn gegen jede Vereinnahmung wehrt, nach einem schrankenlosen Leben giert und glaubt, keinerlei Rücksichten nehmen zu müssen.
Im Oktober 1924 zog Bertolt Brecht von München nach Berlin, wo Max Reinhardt (1873 – 1943) ihn und seinen zwei Jahre älteren Kollegen
 Carl Zuckmayer als Dramaturgen für das Deutsche Theater unter Vertrag nahm.
In Berlin schuf Bertolt Brecht zusammen mit dem Komponisten Kurt Weill (1900 - 1950) eine neue Form des Musiktheaters:
 »Die Dreigroschenoper«. Der Plot geht auf die 1728 in London uraufgeführte »The Beggar's Opera« zurück (Text: John Gay, Musik: Christopher Pepush), deren Libretto die Deutschamerikanerin Elisabeth Hauptmann für Bertolt Brecht übersetzte. Kurt Weill komponierte die Musik und verschmolz in den sparsam instrumentierten Songs wirkungsvoll Elemente des Jazz und der traditionellen Musik mit Foxtrott-, Shimmy- und Tangorhythmen. Die Uraufführung fand am 31. August 1928 im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin statt. Unter der Regie von Erich Engel spielten Erich Ponto, Harald Paulsen, Roma Bahn, und Kurt Weills Ehefrau Lotte Lenya debütierte als Jenny. »Die Dreigroschenoper« wurde zu einem der größten Theatererfolge der Zwanzigerjahre. Darüber war Bertolt Brecht nicht etwa glücklich, sondern entsetzt, denn der Erfolg offenbarte, dass ihn das Publikum nicht verstand. Obwohl »Die Dreigroschenoper« im viktorianischen London spielt, richtete sich Bertolt Brechts beißende Satire auf die privilegierten Vertreter der von ihm für unmenschlich gehaltenen bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft der Weimarer Republik, die auch im Zuschauerraum saßen. »Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral«, behauptet Mackie Messer im 2. Akt der »Dreigroschenoper«. »Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich / Den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frisst. / Nur dadurch lebt der Mensch, dass er so gründlich / Vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist.« Der

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